“Der Auftritt war eine Art Best-of-Program vonpopulärer a-cappella-Musik aus Europa…Der Sound war farbig und facettenreich, die Einzelstimmen verbanden sich mit ihren solistischen Qualitäten zu einer Gesamtausstrahlung und insgesamt überzeugte das Ensemble mit seiner großen Bühnenpräsenz und viel Power.” - Berliner Chorspiegel, Juni 2014, von Tobias Walenciak. Photo: ©Andreas Krause

“Groove und gute Laune. Das Sonntagskonzert am 23. Februar 2014,  im Kammermusiksaal der Philharmonie. Nach der Pause waren die Village Voices unter Wolfgang Thierfeldt an der Reihe. Für Ihren Auftritt gab es zuvor einen kleinen Umbau, denn jedes Ensemblemitglied singt mit einem eigenen Mikrofon, und die Gruppe hat zur musikalischen Unterstützung auch noch eine sehr gut harmonisierende, dreiköpfige Band (mit dem Pianisten Peter Schenderlein) sowie den preisgekrönten Berliner Beatboxer Mando mitgebracht, die einen Teil der Songs begleiteten.

Die Abmischung im Saal besorgte Tim Altrichter und es gelang ihm ohne Probleme, die
 Balance der 16 Mikros und der akustisch spielenden Instrumentalisten herzustellen, auch wenn man als Rezipient erst einen Moment brauchte, um sich an den neuen Schallpegel im Saal zu gewöhnen. Das Vokalensemble, das seit 1990 in Deutschland und im Ausland konzertiert, gehört zur Zehlendorfer Leo-Borchard-Musikschule und ist langjähriger Preisträger bei Landeschorwettbewerben. Kooperationen mit national und international renommierten Künstlern spicken die Vita. Der professionalisierte Charakter des Unternehmens war auch deutlich in der ausgereiften Darbietung in der Philharmonie zu spüren. Der Auftritt war eine Art Best-of-Program vonpopulärer a-cappella-Musik aus Europa und versammelte Arrangements von den Wise Guys, The Real Group, Rajaton, The idea of north und Pentatonix. Der Dirigent, der sein Team souverän und geradlinig anleitete, stellte mit dem letzten Stück “Je veux” von Zaz auch eine eigene Bearbeitung (mit Kazoo-Solo) naben die Originalsätze. Der Sound war farbig und facettenreich, die Einzelstimmen verbanden sich mit ihren solistischen Qualitäten zu einer Gesamtausstrahlung und insgesamt überzeugte das Ensemble mit seiner großen Bühnenpräsenz und viel Power. Der klangliche und optische Bezug auf den Klassenprimus Vocal Line waren dabei deutlich zu spüren, aber zugleich füllte die Berliner Sektion den selbstgeöffneten Erwartungsraum und erhielt dafür am Ende begeisterten Beifall.

Zum Abschluss fanden sich dann unter der Leitung von Wolfgang Thierfeldt alle Beteiligten noch einmal vokal zusammen und entließen ihr Publikum mit “That lonesome road” im klassischen Arrangement der King’s Singers in den frühlingshaften Abend. Herzlichen Dank allen teilnehmenden für den gelungenen Auftakt.”

aus der Berliner Chorspiegel vom Juni 2014, von Tobias Walenciak