Photos: ©Andreas Krause

Was für ein Abend. Zuerst der 50köpfige Gospelchor aus Graz unter der Leitung von Franz M. Herzog – vital, stimmgewaltig, energetisch. Mit warmen und gleichzeitig kraftvollen Klängen und großartigen Solisten gewann der Chor schnell die Sympathie des Publikums und lockte es aus der Reserve.Das große Plus des Ensembles ist sicher seine innere Haltung, die für Gospel so unerlässlich ist und seine Performance so rund und überzeugend machte. Die Gäste aus Graz entließen ein glückseliges Publikum in eine sehr beschwingte Pause.

Keine leichte Aufgabe für die Village Voices, es dort wieder abzuholen und auf den zweiten Teil des Abends einzustimmen. Doch es gelang ihnen in Sekundenschnelle und auf berührende Art und Weise – mit der leise und hoch konzentriert vorgetragenen Ballade „In the red“ von Tina Dico. Sofort entstand eine völlig neue Atmosphäre im Raum, in der sich die musikalische Präsenz und rhythmische Perfektion des Ensembles frei entfalten konnten. Nach weiteren a cappella vorgetragenen Songs kam der Pianist der Village Voices dazu – und nun ging die Post richtig ab. Mit vielen energiegeladenen Nummern rissen die „ViVos“ das Publikum mit sich und von den Sitzen.

Am Schluss vereinten sich beide Ensembles zu einem Riesenchor, der drei Stücke – das letzte unter Einbeziehung des Publikums – gemeinsam vortrug. Standing Ovations. Zu Recht.

Karin Mueller